Was ist Hypnose?
„Die Hypnose ist eine Einengung der Aufmerksamkeit unter Minderung des Realitätsbezugs und gesteigerter Suggestibilität, die durch bestimmte Reize hervorgerufen werden kann“. Das heißt, bei einer Hypnose wird die Aufmerksamkeit des Klienten auf ein nötiges Maß reduziert, um sie dann auf ein gewünschtes Ziel zu richten. Dieses Ziel kann von einer wohltuenden Entspannung bis hin zu einer kompletten therapeutischen Behandlung reichen. Der „Reiz“ ist in der Regel die Stimme des Hypnotiseurs, gegebenenfalls unterstützt durch spezielle Musikuntermalung, die den Klienten in den Trance-Zustand führt. Eine Suggestion ist eine Aussage, die der Hypnotiseur gegenüber dem Klienten ausspricht.
Die Rolle des Unterbewusstsein:
Das Unterbewusstsein ist direkt für die eigentliche Wirkung der Hypnose verantwortlich. Es nimmt die Suggestionen des Hypnotiseurs auf und setzt sie individuell um. Im Trancezustand, der durch die Hypnose erreicht wird, ist das Wachbewußtsein, also das gewohnte Alltagsbewußtsein, reduziert. Das heißt nicht, dass der Klient nichts mitbekommt, sondern lediglich, dass sein Unterbewusstsein seine Gedanken dominiert. Gibt der Hypnotiseur nun eine Suggestion wie „Sie sind völlig entspannt“, liefert das Unterbewusstsein dem Klienten ohne Zögern einfach das ihm nächstgelegene Bild. Das Unterbewusstsein hinterfragt nicht, es führt aus. Wir tragen also eine Macht in uns, auf die wir oftmals sehr begrenzt Einfluss nehmen können und die uns hin und wieder gerne einmal einen Streich spielt. Aber das Unterbewusstsein kann uns auch sehr von Nutzen sein. Es warnt uns mit einem „schlechten Gefühl“, es bringt uns dazu, uns vor Gefahren zu schützen und es richtet unsere Persönlichkeit aus auf das, was „für uns gut ist“. Das Unterbewusstsein „weiß“ und „kann“ sehr viel. Es kann nicht nur Bilder im Geiste des Klienten lebensecht darstellen, es kann auch auf fast alle Körperfunktionen Einfluss nehmen. Diese Tatsache ist vor allem in der medizinischen Hypnose von großer Bedeutung. So kann über das Unterbewusstsein beispielsweise die Kreislauffunktion beeinflusst werden, das Immunsystem gestärkt, die Verdauung reguliert und die Wundheilung beschleunigt werden. Die Bandbreite der Anwendungen ist nahezu unbegrenzt! Wir können unter Hypnose unser Unterbewusstsein so beeinflussen lassen, wie wir es gerne hätten, aber es selbst nicht können.
Im Kern ist Hypnose also Hilfe zur Selbsthilfe:
Der Hypnotiseur arbeitet ausschließlich mit Fähigkeiten, die im Klienten schon veranlagt sind oder die er ihm aufgrund entsprechender Grundlagen „verleiht“. Die meisten Menschen unterschätzen diese Fähigkeiten jedoch gewaltig und sind sehr überrascht, was sie mit Hilfe von Hypnose für sich selbst erreichen können. Der entscheidende Vorteil für den Klienten ist, dass er praktisch nichts dazutun muss.
Wie fühlt sich Hypnose an:
Dies ist eine der meistgestellten Fragen an Hypnotiseure überhaupt. Zuallererst kann man sagen: sehr angenehm! Die Hypnose ist eine Art Wachschlaf. Man kann sie mit dem Zustand kurz vor dem nächtlichen Einschlafen vergleichen. Man ist äußerst entspannt, man fühlt sich wohl und man bemerkt, wie einem langsam die Gedanken „entgleiten“. Man ist dabei weder bedingungslos dem Willen des Hypnotiseurs ausgeliefert, noch in einer drogenartigen Benebelung – man lässt einfach für eine Weile den Alltag los. Während dieser Entspannung kann das Bewusstsein durchaus voll vorhanden sein. Ziel der Hypnose ist es, den Kontakt zum Unterbewusstsein herzustellen. Es schadet nicht und ist auch in keiner Weise der Therapie abträglich, wenn der Klient die komplette Sitzung aktiv miterlebt. Lediglich bei einigen wenigen Anwendungen – vor allem in der medizinischen Hypnose – ist eine Tieftrance ohne aktives Wachbewußtsein notwendig, um eine teilweise sehr komplexe Wirkung zu erreichen.
Wie wird Hypnose eingesetzt?
Durch standardisierte Tests sowie neurologische Untersuchungen, etwa auch mit bildgebenden Verfahren, wird das Phänomen Hypnose wissenschaftlich ergründet.
Für folgende Gebiete liegen Wirksamkeitsbelege vor:
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Übergewicht
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Tabakmissbrauch
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Phobien
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Schlafstörungen
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Psychosomatische/nicht durch organische Befunde erklärbare Störungen
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Sexualstörungen
Gute Behandlungskonzepte liegen auch vor bei:
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Panik/Zwang
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Störungen des Sozialverhaltens
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Wechseljahresbeschwerden
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Angstzustände
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Burnout